6 bis 7 mal im Jahr fährt Winfried Wentland mit CfaN zum Evangelisationseinsatz nach Westafrika. Dort erlebt er, wie 100.000 Menschen in einem Gottesdienst eine Entscheidung für Jesus treffen. Nicht immer sind diese Fahrten durch die afrikanischen Länder gefahrlos. Viele Erlebnisse beschreibt er in seinem Buch "Dem Tod knapp entronnen". Zusammen mit seiner Frau Gaby und drei Kindern war er über 29 Jahre in mehr als 40 Ländern Afrikas unterwegs.
Dem Tod knapp entronnen!
Auf dem Weg nach Guinea - Bissau. Erinnern wir uns, was Reinhard Bonnke von CfaN schrieb, nachdem er den dramatischen Telefonanruf bekommen hatte:
"Soeben kam ein Anruf aus Afrika mit katastrophalen Neuigkeiten. Winfried Wentland, unser technischer Leiter in Westafrika, der für die CfaN-Einsätze dort verantwortlich ist, war mit den 50 Tonnen Evangelistionsausrüstung auf dem Weg von Mali nach Guinea-Bissau und mußte einen Fluß überqueren. Der Lastwagen wurde mit voller Ladung auf eine Autofähre gefahren, und die Fähre fing an zu sinken. Winfried sprang in die Fahrerkabine und setzt zurück. Der Lastwagen stand nun zwei Meter im Wasser. Alles, was mit Muskelkraft bewegt werden konnte, wurde entladen. Übrig blieben der Stromgenerator und die Lichtmasten, die nur mit Hilfe eines Gabelstaplers entladen werden können.
Bei den Bergungsarbeiten zog ein anderer Laster unseren über eine Seilwinde die Böschung hoch, als plötzlich das Stahlseil riß. Unser Lastwagen, mit Winfried im Fahrerhaus, raste wieder ins Wasser - aber dieses mal richtig, bis auf den Grund, acht Meter tief! Winfried berichtete: "Während der Wagen ins Wasser raste und ich nicht genug Luftdruck zum Bremsen hatte, öffnete ich das Seitenfenster und wollte herausspringen, aber die hereinstürzenden Wassermassen drückten mich zurück. Unten in acht Metern Tiefe war alles stockdunkel und ich wußte nicht was oben und unten war." Unsere anderen Team-Brüder sahen zuerst Winfrieds Mütze an der Oberfläche, und kurz darauf ihn. Es muß ein Engel Gottes gewesen sein, der ihn vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Er war mit einigen Schnittwunden davongekommen. Vor dieser Reise hatte Winfried drei mal denselben Traum, in dem ihm gesagt wurde, daß wir unsere Ausrüstung verlieren würden, aber niemand zu Tode käme. Er rief uns in Frankfurt an, und wir haben besondere Fürbitte getan. Doch gibt es für uns kein Zurück. Das Evangelium muss verkündigt werden!
Vorwort
Reinhard Bonnke
Keiner käme auf die Idee, der Apostel Paulus hätte Mangel an Salbung gehabt. Seine Missionsreisen brachten überwältigende Resultate. Sie gaben der Weltgeschichte einen Stoß in eine neue Richtung. Dennoch sehen wir, wie er unter widrigen Umständen und schwierigen Bedingungen arbeitete und litt. Trotzdem betrachtete sich Paulus als Mitarbeiter Gottes, selbst als man ihn aus der Synagoge warf, ihn in Athen verspottete, in Philippi schlug und ihn fünfmal steinigte. Gott war mit Macht am Werk! Ich habe mich oft gewundert, wie Petrus auf dem Wasser gehen konnte, Paulus aber dreimal Schiffbruch erlitt, wie wir in der Bibel lesen können.
Dieses Buch von Winfried und Gabriele Wentland ermöglicht einen tiefen Einblick hinter die Kulissen unserer Großevangelisationen in Afrika. Es war - und ist - oft auf "Messers Schneide". Wentland`s Einsatz ist vorbildlich. Ich werde nie vergessen wie wir 1991 im brennenden Kano als Team einem gewaltsamen Tod um Haaresbreite entkamen und von der nigerianischen Armee evakuiert werden mußten. Winfried und Gaby sagten mir: "Wir wollen wieder in die Stadt und den Lastwagen mit der Ausrüstung zurück nach Lagos fahren." Ich war erschrocken und protestierte: " Das geht auf keinen Fall, ihr kommt dabei um, ich lasse das nicht zu. Lieber zehn Lastwagen verlieren als euch!" Gaby war damals auch noch schwanger und die anderen Kinder waren ebenfalls dabei. "Wir beteten zusammen, und sie gingen... und der Engel des Herrn bewahrte sie! Das war nicht Bravour, sondern tiefes Gottvertrauen. Ich stelle Winfried und Gaby das allerbeste Zeugnis aus und schätze und liebe sie sehr.